Die schlanke Taille

Die Schönheit der Blumenwiese

Eine blühende Landschaft erscheint uns als schön und bezaubernd. Eine Blumenwiese gefällt

uns umso besser, je mehr Blumenarten vertreten sind. Da nach der Eiszeit Europa dicht

bewaldet war, gibt es in unseren relativ feuchten Breitengraden blühende Graslandschaften

noch nicht sehr lange, dagegen sind sie in einigen anderen Ländern mit geeigneten

klimatischen Bedingungen wiederum schon seit Jahrmillionen mehr oder weniger häufig

verbreitet, wie beispielsweise auch in Afrika, dem Lebensraum unserer Vorfahren.

Nachdem die Menschen anfingen, die Wälder zu roden, entstanden auch hier die

Voraussetzungen, dass sich Wildblumen, deren Samen großenteils aus dem Osten

eingeschleppt wurden, ansiedeln konnten (hierüber gibt es reichlich Literatur, zum Beispiel

von Dr. Witt).

 

Eine genetisch bedingte, positive Reaktion auf Blumenwiesen könnte Homo sapiens, schon

lange bevor er nach Europa kam, entwickelt haben, denn bereits in den Anfängen der

menschlichen Entwicklungsgeschichte waren in einer Wiese bzw. Graslandschaft viele

Insekten und deren Fressfeinde anzutreffen und damit auch Protein, denn größere Tiere

konnte man nicht immer erbeuten. Somit erschien eine blühende Grasfläche attraktiv und

begünstigte die Entwicklung des Schönheitsempfindens durch Selektion.

 

Aber nachdem beispielsweise eine Schafherde auf einer Blumenwiese gegrast hat, erscheint

die bezauberndste Blumenwiese als nicht mehr so schön, selbst wenn die meisten Blumen

noch vorhanden sind. Die Blumenwiese erscheint nur dann besonders schön, wenn sie

unberührt ist bzw. so lange noch keine Spuren durch die Blumenwiese führen. Daraus kann

man schlussfolgern, dass in diesem Falle Schönheitsempfinden gegenüber einer Landschaft

auch etwas mit Unberührtheit zu tun hat. Denn eine Blumenwiese kann man schwerlich

durchqueren, ohne Spuren zu hinterlassen, die ein anderer relativ leicht erkennen kann.

 

Es könnte darin begründet sein, dass man bei einer bereits betretenen Wiese davon ausgehen

kann, nicht alleine zu sein und dies war in der Steinzeit nicht ohne Bedeutung. Eine

unberührte blühende Graslandschaft ohne Spuren bedeutete für den Steinzeitmenschen, dass

hier in letzter Zeit noch niemand war und deshalb bestand auch wenig Gefahr, zum Beispiel

durch andere Menschen. In dem Augenblick, in dem Spuren sichtbar werden, nehmen wir

auch heute noch dieselbe Umgebung als weniger schön wahr. Sobald Spuren sichtbar werden,

reduziert sich das Schönheitsempfinden, selbst wenn wir die Spuren noch nicht bewusst

wahrnehmen. Die meisten Menschen in der westlichen Welt wissen heute nicht mehr, dass

wir die Fähigkeit besitzen, schon aus einiger Entfernung anhand von Spuren zu erkennen, ob

sich in letzter Zeit schon jemand an diesem Ort befand.

 

Eine Blumenwiese im Frühjahr oder Frühsommer verrät uns Spuren viel sicherer als eine

Blumenwiese im Sommer, die inzwischen wesentlich weniger Blumen präsentiert, nicht mehr

so jung ist und schon deshalb viele Spuren auch von Tieren zeigt.

 

Man könnte argumentieren, dass europäische Blumenwiesen, die es noch nicht lange gibt,

etwas anderes sind als blühende Graslandschaften in anderen Ländern. Dies spielt nach

meiner Meinung keine große Rolle. Zum Beispiel gibt es in Afrika schon lange

Graslandschaften, in denen zu bestimmten Zeiten viele Wildblumen blühen. Sogar in vielen

Wüsten blühen, sobald genügend Feuchtigkeit in den Boden gelangt, Wildblumen. Nur weil

eine Wiese mit Blumen bei uns etwas anders aussieht als eine blühende Graslandschaft in

anderen Ländern, so dürfte sich die Genetik des Menschen nicht dagegen wehren, dass wir

Blumen im Gras auch in Europa schön finden. Es besteht kein Evolutionsdruck, dass unser

Sinn für Schönheit blühende Wiesen, wie man sie in Europa vorfinden kann, ausschließt.

Blühende Landschaften in Afrika gefallen uns wahrscheinlich nicht weniger gut.

Das Klima hat sich während der Entwicklungsgeschichte der Menschheit immer wieder

geändert, sodass blühende Graslandschaften an verschiedenen Orten entstanden und wieder

verschwunden sind. Ich denke, dass unsere Vorfahren lange und oft genug in diesen

Landschaften gelebt haben, damit die Selektion ausreichend greifen und ein

Schönheitsempfinden begünstigen konnte.

 

Es wäre interessant festzustellen, ob dunkelhäutige Menschen oder Eskimos eine Wiese mit

Blumen ähnlich schön finden wie hellhäutige Europäer, denn selbst in Grönland blühen im

Sommer viele Blumen. Ich denke, es wäre interessant zu prüfen, ob annähernd alle Menschen

bzw. Menschen in allen Ländern blühende Landschaften schön finden.

Wenn man in deutsche Gärten blickt, so entdeckt man meist gepflegte Rasenflächen. Je

frischer grün dieser Rasen aussieht, umso schöner erscheint er uns. Vielleicht spielt es auch

eine Rolle, dass unsere Vorfahren in Afrika oft dann eine Grasfläche schön fanden, wenn

diese nach einem Regen neu ergrünte?

 

Wenn wir in ein Gebiet kommen, wo Blumen nur wenig vertreten oder jahreszeitlich bedingt

längst verblüht sind, so fasziniert uns auch eine Landschaft im Spätsommer oder Herbst mit

Gras, wenn das Gras bzw. die Graslandschaft bereits kontrastreiche Herbstfärbung zeigt. Hier

könnte man andere Motive für Schönheit vermuten. Die Steinzeitmenschen fanden zu dieser

Jahreszeit relativ leicht neben Protein auch Beeren.

 

Viele Menschen werden die Meinung vertreten, dass wir eine erblühte Blumenwiese im

Frühjahr deshalb schön finden, weil der Winter vorbei ist. Dies muss kein Widerspruch sein,

ist jedoch als alleinige Erklärung unbefriedigend. Denn die Evolution greift nach meiner

Ansicht immer und überall, wenn auch nicht bei jedem Individuum. Auch wenn der

evolutionäre Einfluss so gering ist, dass wir nichts davon merken.

 

Die Schönheit einer hügeligen Landschaft mit Gewässer

Auch eine Graslandschaft mit Gebüsch und einzelnen Bäumen oder Baumgruppen kann als

schön empfunden werden und einen Menschen faszinieren. Diese Faszination könnte

vielleicht auch damit zusammenhängen, dass unsere Vorfahren sich hier notfalls verstecken

konnten und gleichzeitig einen guten Überblick hatten. Besonders wenn die Landschaft

hügelig war. Außerdem boten sich für unsere Vorfahren auch gute Möglichkeiten, dem Wild

aufzulauern. In einer hügeligen Landschaft findet man zudem meist schneller einen Bach oder

kleinen Fluss. Außerdem findet man neben guten Aussichtspunkten bei längeren

Wanderungen und Streifzügen auch gute Orientierungspunkte, besonders wenn sich Bäume,

Gebüsch und freie Flächen abwechseln. Vielleicht gefällt vielen Menschen deshalb eine

hügelige Landschaft, wenn sich Bäume, Gebüsch und freie Flächen abwechseln, besser als

eine baumlose Ebene. Es sei denn, ein Mensch ist in einer ebenen Landschaft aufgewachsen

und sein Schönheitsempfinden auf seine Umgebung geprägt.

 

Warum fühlen sich manche Menschen so sehr angezogen von einem plätschernden Bächlein,

einem Fluss, einem See oder vom Meer? Warum erscheint uns eine schöne Landschaft mit

einem stillen, möglichst unberührt erscheinenden See viel anziehender als eine schöne

Landschaft ohne See? Ein See in einer möglichst hügeligen Landschaft mit einem Mischwald

und Lichtungen oder in einer Graslandschaft mit Baumgruppen bietet vieles, was ein

Steinzeitmensch brauchte. Wasser bedeutete meist die Anwesenheit von Fischen, Krebsen,

Muscheln und anderen Tieren, die zum Verzehr geeignet waren und man hatte auch

lebensnotwendiges Trinkwasser. Diese Landschaften können uns auch heute noch begeistern.

Mischwälder und warum sie uns gefallen

 

Ein Mischwald oder ein gemischter Laubwald erscheint im Mai am schönsten. Zum Teil sind

die Blätter schon dunkelgrün, zum Teil noch hellgrün. Andere Blätter sind noch gelbgrün,

weil sich das Laub bei bestimmten Baumarten etwas später entwickelt. Für einen schönen

Mischwald oder einen schönen Laubwald gilt, dass uns der Wald nur dann wirklich fasziniert,

wenn möglichst viele unterschiedliche Bäume vorhanden sind und sich deshalb das Grün der

Bäume voneinander unterscheidet. Wenn ein Mischwald im Sommer nicht mehr so schön

erscheint, dann deshalb, weil die Farbvarianten immer unauffälliger werden. Ein Wald, der

aus möglichst vielen unterschiedlichen Bäumen mit unterschiedlichem Wuchs besteht und in

dem Bäume mit unterschiedlichen Blattformen wachsen, erscheint jedoch auch im Sommer

noch attraktiv. Ein Wald mit nur einer Sorte von Bäumen erscheint dagegen meist langweilig.

In einem Mischwald fanden unsere Vorfahren zu verschiedenen Zeiten viel leichter alle

überlebensnotwendigen Nahrungsmittel und was sie sonst noch benötigten. Ein Mischwald

hatte ein besseres und vielfältigeres Nahrungsangebot, besonders wenn es sich um einen

lichten Wald mit Bodenvegetation handelte. Ein lichterer Wald mit Bodenvegetation erscheint

bei weitem schöner als ein dichter Wald, der am Boden kaum Vegetation zulässt. In der

Steinzeit war es sinnvoll, sich möglichst in einem Wald aufzuhalten, der einen sehr

vielseitigen Bewuchs hatte. Je mehr Baumarten, möglichst mit Sträuchern und Beeren, ein

Wald hatte, umso größer war die Wahrscheinlichkeit, dass man über den Sommer und im

Herbst ausreichend Nahrung vorfand und umso attraktiver bzw. schöner erscheint uns der

Wald auch heute noch. Es ist nahe liegend, dass das Schönheitsempfinden dadurch selektiv

begünstigt wurde.

 

Ein Laubwald im Herbst gefällt uns dann besonders gut, wenn die Blätter teilweise noch grün

und teilweise schon gelb bis rot sind. Ein Wald mit Laubbäumen, in dem alle Bäume im

Herbst gleich gelb sind, gefällt uns nicht besonders?

 

Das Schönheitsempfinden gegenüber Mischwäldern kann man, so denke ich, auch sehr gut

auf Afrika, wo es sehr verschiedene Waldarten gibt, übertragen. Es gilt wahrscheinlich für

alle Wälder, dass eine große Artenvielfalt mehr Nahrung über einen größeren Zeitraum für

einen Steinzeitmenschen bot.

 

Damit wir mit positiven Gefühlen auf offene Landschaften und Wälder reagieren können, ist

es notwendig, dass unsere Vorfahren schon in Afrika ähnliche Erfahrungen machten, denn die

Eiszeit ist noch nicht lange zu Ende.

 

Die Fähigkeit, etwas schön zu finden, dürfte genetische Ursachen haben. Auch die Fähigkeit,

die Natur schön zu empfinden, ist nach meiner Ansicht bei den meisten Menschen genetisch

angelegt. Was als schön empfunden wird, hängt allerdings auch von anderen Einflüssen ab.

Das Schönheitsempfinden gegenüber der Natur kann, neben der Selektion, auch durch die

Kultur geformt werden, durch Vorbilder, durch die Macht des Kollektivs, durch die Prägung

zur Heimat und auch zufällig; allerdings müsste das Zustandekommen des Zufalls erklärbar

sein. Jedoch wird hierbei die Genetik nie bedeutungslos. Es ist auch anzunehmen, dass das

Schönheitsempfinden gegenüber der Natur, je nachdem, auf welchem Erdteil man sich

befindet, zumindest kleine Unterschiede aufzuweisen hat, bedingt durch die verschiedenen

Kulturen, aber auch aus Sicht der Selektion. Die einzelnen Faktoren dürften sich vermischen.

Es ist auch anzunehmen, dass die Genetik in Bezug auf das Schönheitsempfinden bei den

Menschen unterschiedlich stark verankert ist und auch variiert. Allerdings besteht kein starker

Evolutionsdruck, das Schönheitsempfinden in eine bestimmte Richtung genetisch

umfangreich zu verankern. Auch ist zu beachten, dass Errungenschaften wieder verloren

gehen, wenn die Errungenschaften nicht der Selektion ausgesetzt sind. Aufgrund der

Tatsache, dass die Evolution an verschiedenen Stellen der Erde unterschiedlich greift und die

Persönlichkeitsstruktur des Menschen und seiner Kultur sehr unterschiedlich ist, kann man

davon ausgehen, dass das Schönheitsempfinden erkennbar variiert. Die verschiedenen

Varianten von Schönheitsempfindungen haben unterschiedliche Ursachen. Beim

Schönheitsempfinden gegenüber einem Geschlechtspartner spielt die sexuelle Selektion eine

wichtige Rolle. Es dürfte auch sehr schwierig sein, das Schönheitsempfinden von der

Entstehung bis zum heutigen Tag nach zu verfolgen und zu erklären. Die Natur als schön zu

finden ist wahrscheinlich dem Menschen vorbehalten.

 

Es stellt sich die Frage, warum wir überwiegend Dinge oder Bereiche als schön empfinden,

bei denen unsere Vorfahren einen Lebensvorteil hatten. Kann das alles nur Zufall sein?

Es wäre sehr spannend, das Schönheitsempfinden von verschiedenen Kulturen aus allen

Bereichen der Erde zu vergleichen und wenn möglich, auch zu prüfen, inwieweit sich das

Schönheitsempfinden gegenüber der Natur im Laufe der Zeit verändert hat und wodurch diese

Veränderungen zustande gekommen sind.

 

Warum haben junge Frauen meist eine ausgeprägte Taille und warum wird diese als schön und erotisch anziehend empfunden? Die Taille der Frau ergibt sich teilweise deshalb, weil das weibliche Becken relativ breit ist und auch sein soll, denn hier soll sich ein gesunder Embryo entwickeln und eine Geburt soll mit möglichst wenig Risiko verbunden sein (nachdem sich der Vorfahre des Menschen aufgerichtet hatte, wurde die Geburt problematischer. Deshalb war es notwendig, dass sich das Becken veränderte).

Wenn ein Mann eine Frau mit ausgeprägter Taille begehrt, dann gibt es hierzu eine einleuchtende Erklärung. Wenn die Taille sehr schmal ist, kann ein Mann eine Schwangerschaft meist frühzeitiger erkennen als bei einer Frau mit wenig oder fehlender Taille. Deshalb empfand bzw. empfindet ein Mann während der Steinzeit als auch in heutiger Zeit eine Frau mit schmaler bzw. ausgeprägter Taille als schön und begehrenswert. Aus denselben Gründen sollte der Bauch flach sein, da es für den Mann wichtig ist, dass das Risiko einer bereits vorhandenen Schwangerschaft möglichst gering ist, wenn er sie auswählt.

Dieses Risiko besteht besonders dann, wenn er nicht weiß woher sie kommt. Auch wenn er mit einer Frau schon länger zusammen ist, konnte und kann er sich (bzw. die Natur in ihm) gut orientieren, inwieweit ein starkes Begehren sinnvoll ist.

 

Die Frauen verlieren in der Ehe und mit zunehmendem Alter häufig ihre schmale Taille. In der Ehe ist die Taille nicht mehr so notwendig, weil die meisten Männer davon ausgehen können, dass, wenn seine Frau schwanger ist, das Kind von ihm ist. Selbst wenn die Frau an körperlicher Attraktivität verliert, wird ihr Mann trotzdem häufig genug mit ihr Geschlechtsverkehr haben und Kinder zeugen.

Eine junge Frau, die mit ausgeprägter Taille einen Mann anlocken könnte, ist möglicherweise etwas fruchtbarer als eine Frau ohne Taille (dies nimmt man an, weil einer Studie entsprechend bei Frauen mit ausgeprägter Taille mehr weibliche Sexualhormone festgestellt wurden). Dies macht Sinn, denn vor allem Frauen ohne Taille hatten in der Steinzeit oftmals noch andere Aufgaben als fruchtbar zu sein (darüber zu einem anderen Zeitpunkt mehr).

 

Es gab und gibt für die Frau auch Situationen, in denen eine Taille nicht immer von Vorteil war. Falls eine Frau einen Mann suchte, wenn sie bereits schwanger war, so konnte es von Vorteil sein, wenn sie die Schwangerschaft nicht zu früh zeigte und dies war mit weniger oder einer fehlenden Taille leichter möglich. Unter verschiedenen weiteren Gründen, über die ich später berichten werde, dürfte dies ein Argument sein, warum viele Frauen wenig oder keine Taille haben bzw. diese Frauen nicht ausselektiert wurden, obwohl eine Frau mit einer wenig ausgeprägten Taille für einen Mann weniger attraktiv und sexuell anziehend wirkte und dies gilt auch heute noch. Frauen und Männer haben genetisch oft unterschiedliche Interessen, wie auch das Beispiel der sexuellen Treue bzw. Untreue zeigt.

Einen weiterer Vorteil hatte eine Frau mit wenig oder keiner Taille und einem schmalen Becken, wenn sich diese Frau während der Steinzeit in der Natur bewegte, und nicht so leicht als Frau erkannt wurde. Denn Frauen mit wenig Taille haben meist auch kleinere Brüste und sie liefen in der Vergangenheit weniger Gefahr, von einem fremden Mann, der durch die Gegend streifte, vergewaltigt zu werden. Selbst wenn sie als Frau erkannt wurde, weckte sie in einem Mann weniger Begehren und das Risiko einer Vergewaltigung war geringer.

 

Außerdem kann eine Frau mit wenig ausgeprägter Taille, so meine Beobachtung, meist schneller laufen, zumindest solange sie nicht zu dick ist und dies war in früheren Zeiten eher selten der Fall.

Wenn eine Frau nach einer Vergewaltigung ein Kind bekam, dann hatte sie nicht die Möglichkeit, den Mann auf seinen genetischen Wert zu prüfen und auszuwählen. Denn damals war das Risiko wahrscheinlich groß, dass ein Mann, der auf Grund seines geringen Ansehens von anderen Frauen abgelehnt wurde, bzw. genetisch wenig begehrt wurde, dazu neigte, eine Frau, die er zufällig antraf, zu vergewaltigen. Eine vergewaltigte Frau lief zudem in der Steinzeit Gefahr, von Ihrem Mann verstoßen zu werden, wenn er dies erfahren sollte und dies hatte für eine schwangere Frau meist drastische Folgen. Wenn eine Frau ein Kind bekam, obwohl sie noch keinen Mann hatte oder den Mann zum Beispiel durch Tod verlor oder verstoßen wurde, dann hatte sie oft Niemanden, der für sie und das Kind sorgen konnte. Und auch dies war in der Steinzeit eine katastrophale Situation. So war es unter Umständen nicht immer günstig, auf Männer zu sehr sexuell attraktiv zu wirken.

 

Frauen mit wenig oder keiner Taille, die vielleicht auch etwas weniger fruchtbar waren, haben im Schnitt, so meine Beobachtung, oft eine andere Wesensstruktur als Frauen mit deutlich ausgeprägter Taille. Diese andere Wesensstruktur deutet darauf hin, dass viele dieser Frauen besondere Aufgaben erfüllen konnten und sollten (über die besonderen Aufgaben zu einem späteren Zeitpunkt mehr, denn dieses Thema ist sehr komplex und umfangreich).

 

Wenn Frauen mit Taille alleine im Wald meist mehr Angst haben, wie ich wiederholt beobachten konnte, dann erscheint dies aufgrund dieser Überlegungen verständlich.

Von weiteren Überlegungen, weshalb Frauen mit wenig oder fehlender Taille trotz geringerer Attraktivität häufig vertreten sind und nicht ausselektiert wurden, werde ich wegen der Komplexität ebenfalls zu einem anderen Zeitpunkt berichten.

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